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An Chefs, HR und Mitarbeiter
Psychische Belastungen sind längst ein fester Bestandteil moderner Arbeitswelten. Sie entstehen dort, wo Rollen unklar werden, Erwartungen sich widersprechen, Konflikte unausgesprochen bleiben und kein Raum existiert, in dem Menschen ehrlich zeigen können, was in ihnen vorgeht. Genau hier setzt mein Angebot für Unternehmen an.
Ich begleite Mitarbeitende aller Ebenen in Einzelsitzungen, die anonym, geschützt und unabhängig von Funktion oder Hierarchie genutzt werden können. Viele tragen im Arbeitsalltag Sorgen, Überforderung, Selbstzweifel oder Ängste mit sich herum, sprechen aber aus Loyalität oder Angst vor Konsequenzen nicht darüber. In den Gesprächen können diese inneren Spannungen ausgesprochen und sortiert werden – bevor etwas chronisch wird, bevor Konflikte eskalieren oder bevor Menschen ausfallen. Die Begleitung schafft Klarheit, Stabilität und Orientierung in Situationen, die sonst schweigend mit sich getragen werden.
Führungskräfte stehen gleichzeitig unter einem besonderen psychischen Druck: Verantwortung, widersprüchliche Erwartungen, Rollenkonflikte und Einsamkeit in Entscheidungen. Ich weiss aus der Klinik, wie Führungskräfte aussehen, kurz bevor sie weinen – und was geschieht, wenn die Verantwortung zu schwer geworden ist. Ich habe Menschen erlebt, die monatelang stark bleiben, funktionieren und dann innerlich zusammenbrechen, weil niemand sieht, wie viel sie tragen.
Schon während meines Psychologiestudiums habe ich genau dazu geforscht: Was Führungskräften fehlt, was sie sich wünschen – und was sie zerstört. Ich habe untersucht, welche inneren Spannungszustände, ungesagten Bedürfnisse und verdeckten Konflikte hinter ihrer Rolle wirken und warum so viele keinen Ort finden, an dem sie das zeigen dürfen, was sie wirklich belastet. Ich habe gesehen, wie sich Erschöpfung leise ankündigt, wie Verantwortung zur Last wird, wie Schuldgefühle entstehen und wie solche Dynamiken nicht nur die Betroffenen, sondern ganze Familien mitreissen.
Für Führungskräfte biete ich daher neben der Einzelbegleitung eine monatliche tiefenpsychologisch geleitete Supervisionsgruppe (max. 7 Personen) an – ein klar geführter, ehrlicher Raum, in dem Führungskräfte miteinander das besprechen können, was im Arbeitsalltag keinen Platz findet: Zweifel, Spannungen, Konflikte, Überforderung, irritierende Teamdynamiken und die Belastung, wenn niemand mehr Feedback gibt.
Damit diese Angebote für Mitarbeitende und Führungskräfte niederschwellig, unkompliziert und ohne institutionelle Hürden genutzt werden können, biete ich Unternehmen ein anonym nutzbares Gesprächskontingent an. Mitarbeitende und Führungskräfte können Termine direkt buchen – privat, geschützt und ohne Klarmeldung an HR oder Vorgesetzte. Auf diese Weise entsteht echte Prävention: Belastungen werden früh erkannt, Teamdynamiken beruhigen sich, und Ausfälle können verhindert werden, bevor sie entstehen.
Dieses Angebot wirkt, weil ich eine in dieser Form seltene Kombination aus klinischer Erfahrung, Organisationspsychologie, eigener Forschung zu Führungsdynamiken und mehrjähriger eigener Berufserfahrung als Angestellter mitbringe. Ich kenne die psychischen Prozesse der Arbeitswelt nicht nur aus der Theorie und nicht nur aus der Klinik, sondern aus der Innenperspektive realer Teams, Rollen und Führungssituationen.
Für Unternehmen entsteht dadurch eine Begleitung, die spürbare Wirkung erzeugt: Mitarbeitende werden stabiler und klarer, Führungskräfte sicherer in Entscheidungen, Teams ruhiger und tragfähiger. Unsichtbare Spannungen verlieren ihre zerstörerische Kraft; Kommunikation wird ehrlicher, Präsenz stärker und das gesamte System resilienter. Die Ergebnisse zeigen sich konkret – in weniger Ausfällen, weniger Reibungsverlusten und mehr innerer Stabilität im Unternehmen.
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Ein besonderes Angebot für Führungskräfte: Der Integrative-Führungskräfte-Zirkel
Der IFZ ist aus der Erkenntnis entstanden, dass Führungskräfte keinen weiteren Kurs, kein weiteres Coaching und keine neue Methode brauchen – sondern einen Ort, an dem sie endlich sagen dürfen, wie es wirklich ist. Ohne Rolle. Ohne Image. Ohne das Gefühl, funktionieren zu müssen. Die Gespräche, die ich über Jahre in der Klinik geführt habe – mit Menschen, die unter der Last ihrer Verantwortung zusammengebrochen sind – haben mir gezeigt, was Führungskräften tatsächlich fehlt: ehrliches Feedback, psychologisches Wissen, ein Raum für echte Reflexion und ein Gegenüber, das versteht, was Druck, Verantwortung und innere Spannung mit einem Menschen machen.
Der IFZ-Club ist kein Coachingformat und kein Führungslehrgang. Er ist eine Form von Begegnung, die irgendwo zwischen einer Fuck-up-Session, einer tiefenpsychologisch geleiteten Balint-Gruppe und der Realität harter Führungsentscheidungen liegt. Hier wird nichts geschönt und nichts gespielt. Wenn ein Schimpfwort fällt, dann fällt es eben – nicht aus Respektlosigkeit, sondern weil die Wahrheit manchmal deutlicher gesprochen werden muss als in jedem Meetingraum.
Ich leite diese Gruppe, aber ich sitze nicht „über“ ihr. Ich bringe meine klinische Erfahrung ein, meine Forschungsergebnisse über die psychischen Bedürfnisse und Belastungsgrenzen von Führungskräften – und auch meine eigenen beruflichen Erlebnisse als Angestellter. Die Rolle ist klar geführt, aber auch ich bin dabei nur ein Mensch in der Runde. Was uns trägt, ist eine gemeinsame Basis: Wohlwollen und Respekt. Das ist die einzige Regel, die wir nicht brechen.
In dieser Atmosphäre entstehen Gespräche, die es im Alltag nicht gibt: echte Fallberichte, ungefilterte Gedanken, ungesagte Zweifel, Konflikte, Scham, Wut, Überlastung, falsche Entscheidungen, moralische Dilemmata und die Frage, wie man wieder aufrecht führt, wenn man innerlich längst wankt. Die Gruppe hört zu, widerspricht, spiegelt, entlastet, konfrontiert und wertschätzt – nicht, um zu verletzen oder künstlich zu schmeicheln, sondern um gemeinsam zu klären, was dahinter steht und so zu wachsen.
Was den IFZ unverwechselbar macht, ist die Verbindung aus drei Perspektiven: der klinischen Arbeit mit Führungskräften in Reha- und Depressionskontexten, wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der psychologischen Forschung und der Psychoanalyse, sowie den Beiträgen der Führungskräfte, aus dem realen Führungsalltag. Dieses Zusammenspiel ist nicht konstruierbar und nicht kopierbar. Es ist gewachsen – aus hunderten Gesprächen, echten Krisen, echten Menschen und echter Verantwortung. Der IFZ ist der Ort, an dem Führungskräfte nicht liefern müssen. Und gerade deshalb lernen sie dort, wieder klarer zu sehen, mutiger zu sprechen und psychisch stabiler zu führen.